Mittwoch, 1. April 2009

Die Ankunft

Mit einem fetten Grinsen im Gesicht lief ich die Treppe vom Flugzeug hinunter. Gemeinsam mit André ging ich Richtung Check Out, als ich plötzlich hinter einer riesigen Scheibe vom Flughafengebäude eine Familie ausmachte. Als erstes sah ich Nakeena, dann war ich mir natürlich sicher, dass es DIE Familie ist. Wie verrückt winkten wir uns zu (ich weiß, „winkten“ klingt echt komisch, aber die Rechtschreibkorrektur hat mir „wunken“ rot unterstrichen…). André und ich gingen zu dieser Gepäckabholstelle…wie man das auch immer nennen mag und warteten auf unsere Koffer. Mein Koffer, wo die ganzen Klamotten drin waren kam sofort, doch der andere, mit den ganzen Geschenken, ließ auf sich warten. Als dann kein Koffer mehr auf dem Band war, wendete ich mich an das Personal. Sie winkte mich hinter sich her Richtung Ausgang. Da sah ich natürlich als erstes die Familie und fiel erst einmal jedem in die Arme. Reden konnten wir nur kurz, dann sind die Mama und ich mit dieser Frau mitgegangen und haben das mit dem Koffer geklärt. Er wollte anscheinend in New York bleiben und kam fast 2 Wochen später an…
Als erstes habe ich nur Englisch geredet, ohne es wirklich zu merken, da ich mich die letzten 35 Stunden auch nur auf Englisch unterhalten habe. Auf dem Weg nach La Paz, nach Cota Cota, mussten wir von dem hoch gelegenen El Alto durch halb La Paz fahren. Wir durchquerten die Gebiete wo die ärmsten Menschen leben. Ich habe noch nie so viele Hunde frei rumlaufen sehen. Kleine Kinder schlafen auf oder neben der Straße. Überall sieht man betrunkene Leute, die auch einfach irgendwo rumliegen. Je tiefer wir kamen, desto besser wurden die Häuser, desto größer und protziger die Autos. Die Häuser von den Armen Leuten haben alle dieselbe Farbe. Nämlich Backsteinrot/-orange. Die Menschen streichen ihre Häuser nicht an, weil sie sonst Steuern bezahlen müssten, weil das anstreichen als Zeichen, dass das Haus nun fertig ist, angesehen wird. Unterwegs hielten wir vor dem Büro vom Papa an und tauschten die Autos. Er blieb im Büro und wir fuhren mit dem Auto von Tania nach Hause.

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