Ja… das Autofahren ist so eine Sache für sich. Also angeschnallt wird sich schon mal nicht, außer man sitzt vorne, dann ja. Aber hinten, wo man normalerweise zu viert sitzt, geht anschnallen sowieso nicht ohne weiteres.
Bei Taxis ist alles noch besser, da quetschen sich vorne auf dem Beifahrersitz auch mal zwei Leute. Dann sitzt man (ohne Fahrer) zu sechst im Auto und setzt bei jedem noch so kleinem Hügel auf, was den Fahrer nicht gerade erfreut. Dann verlangt er auch noch mehr Geld, ist ja irgendwo verständlich, trotzdem versuchen wir dann noch es runter zu handeln. Wobei Taxifahren hier echt billig ist.
Der Mindestpreis liegt bei 6 Bolivianos, das sind so zwischen 60 und 70 Cent. Inzwischen kenne ich schon einige Strecken und ihre Preise und da die Taxifahrer es sofort merken, dass ich Ausländerin bin, packen sie gerne mal 2 Bolivianos drauf. Dann rede ich so lange auf ihn ein, bis ich meinen normalen Preis bezahlen muss. Sie versuchen es aber echt immer wieder…
Wenn man mit einem so genannten TRUFI fährt (ein Sammeltaxi) bezahlt man sogar noch weniger. Es ist eigentlich das gleiche wie ein Taxi, nur dass eben fremde Leute neben dir sitzen könnten. Und das TRUFI fährt eine bestimmt Strecke ab, doch das reicht völlig aus.
Die erste Zeit habe ich mich immer erschrocken, weil andauernd gehupt wird. Wenn man zum Beispiel am Straßenrand steht und auf ein Taxi wartet. Dann hupen dich fast alle Autos, die an dir vorbeifahren an. Der Grund: sie machen damit auf sich aufmerksam und signalisieren mir: „Renn jetzt nicht auf die Straße“. Eigentlich recht aufmerksam, aber nervt auch manchmal.
Das Überholen läuft folgendermaßen: Man fährt so lange dicht auf, bis der Vordere die Spur wechselt und man an diesem vorbei fahren kann. Oft ein wenig nervenaufreibend. Doch es verlief hier bis jetzt alles ohne größere Unfälle, außer kleine Auffahrunfälle. Weil hier fahren zwar alle etwas rasant, aber mit nicht sehr hohem Tempo, das ist glaube ich der Grund…
Donnerstag, 9. April 2009
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