Der letzte Freitag war hier...sagen wir interessant. Alles fing am Morgen an mit Übelkeit und Kpfschmerzen. Nachmittags sind Tania, Nake und ich zur Visumstelle im Zentrum gefahren, weil mein Visum am Montag abläuft und es demnach verlängert werden müsste. Kurz nachdem mir erklärt wurde, das es nicht verlängert werden kann (aus irgendwelchen unverständlichen, sinnlosen Dingen) wurde mir etwas schwindelig und ich konnte nicht mehr klar sehen. Musste mich festhalten um stehen zu können. Erst dachte Nakeena ich würde nur so tun und hat sich nicht weiter um mich bemüht. Doch als wir draußen waren und ich dann fest nach ihrem Arm gegriffen habe und ihren Erzählungen nach weiß war wie Papier und auch meine Lippen keine Farbe mehr hatten, wurde ihr klar, da stimmt was nich. Ich bin zur nächsten Bank getorkelt und bin dort erstmal in mir zusammengesackt.
Der Rest wurde mir im Nachhinein erzählt, da ich mich an nichts mehr erinnern konnte... Außer an folgende Worte: "Atme caro! Atme!" Musste dann wohl von den beiden zur Nächsten Stelle vom Roten Kreuz geschliffen werden, hab zwischendurch meine Tasche fallen lassen und hab gar nichts mehr gesehen (also daran kann ich mich noch selber erinnern, alles war weiß, einfach nur weiß...). Beim Arzt wurde ich erstmal 10 Minuten an so ein Sauerstoffding angeschlossen. Und schon gings mir wieder gut. War jedenfalls erst einmal ein mittelschwerer Schock für alle Beteiligten =)
Nun bestand zuerst Verdacht auf Blinddarm-irgendwas. Nach mehreren Untersuchungen aber nun eher doch nicht. Vielleicht irgendein Virus oder so. Jedenfalls geht es mir heute, immernoch nich gerade blendend. Aber es wird schon nichts schlimmes sein, bin nicht der Typ für irgendwelche heftigen Krankheiten. (Muss hier mein sich sorgendes Omalein beruhigen *lach*.)
Aber der Freitag war ja noch nicht vorber. Nun haben wir schon das mit dem Visum, mein fast-Ohnmacht-Anfall und nun kommt die Sache mit dem Auto. Seit gestern haben wir nämlich ein neues Auto, das dritte inzwischen... Ein kleiner blauer Suzuki. Am Abend, als wir zu Manuel (unser Doktor und Freund der Familie) gefahren sind haben wir dort natürlich noch ne Weile gequatscht. Achso, und wir waren mit dem neuen Auto da, versteht sich. Das Auto stand direkt vor der Eingangstür. So als wir nun das haus verlassen wollten haben wir gehröt, wie jemand gerufen hat "Hallo, sie da von gegenüber, ihr Auto, kommen sie, schnell!". Wir rausgestürmt wie die blöden um dann ein Auto vorzufinden, wo die eine Seitenscheibe zerstört war, das Lenkrad geklaut, generell ALLES, was am Amaturenbrett dran war. Die Batterie haben sie rausgenommen und nochmehr Zeug ausm Motorraum. Anscheinend haben sie sich auch an die Maske vorne rangemacht, also dieses Ding da wo Nummernschild und so dran ist ;-) Das schöne neue Auto!!! Das einzige Glück war, das die nicht die Fernbedienung, womit man unser Tor aufmacht mitgenommen haben. Allerdings wissen die ja auch nicht wo wir wohnen, aber trotzdem.
Und eigentlich gibt es in jeder Straße Nachtwächter, die auch eigentlich aufpassen, dass sowas nicht passiert. Aber der für die Straße verantwortlich war, hatte seine besten Jahre schon hinter sich glaube ich und hat anscheinend geschlafen. Mit so einem Nachtwächter fühlt man sich doch gleich viiieeel sicherer...
Naja, alles in allem ein aufregender Tag... Doch wir leben alle und was das Auto betrifft, haben ja noch 2 weitere aufm Hof zu stehen :-)
Samstag, 23. Mai 2009
Donnerstag, 21. Mai 2009
Kartoffeln mit Reis und Pommes....
Am Anfang kam mir das Essen hier etwas komisch vor. Warum gibt es denn Kartoffeln zum Reis? Und warum riecht der Reis mit Käse so merkwürdig, dass mir ganz schlecht wurde?
Aber gut, ich fang mal von vorne an. Ich denke hier in Bolivien ist das Essen, wie in Deutschland auch, in jeder Familie etwas anders. Erst einmal zum Frühstück: in der Woche besteht das Frühstück einfach nur aus Cornflakes, muss ja schnell gehen ;-) Am Wochenende gibt es meistens Pancakes (sowas wie Eierkuchen, nur kleiner) mit Sirup oder Dulce de Leche (ein süßes Michprodukt). Dazu gibt es (auch in der Woche) immer frisch gemachten Bananenshake. Ich liebe den Bananenshake!
Zum Mittag gibt es zuerst eine Suppe. Immer sehr lecker. Da kommt auch ost so ziemlich alles rein, was zu finden ist. Kann das meiste aber nicht beschreiben. Von sämtlichen Gemüsearten über Kartoffeln/Reis und Fleisch bis hin zu Käse ist da alles drin. Zusätzlich macht man sich noch gewürfelten Käse rein oder selbstgemachte Minipommes.
Ich werde mal ein paar Gerichte beschreiben, die es als "Hauptgang" gibt. Zum Beispiel ist ganz typisch: Maiskolben mit geschmolzenen Käse und Kartoffeln. Köstlich! Zumal der Mais ganz anders schmeckt als der aus Deutschland (wobei ich auch nur mit dem Dosenmais vergleichen kann...jaja). Mais mit Käse kann man auch mal so auf der Straße kaufen. Ist aber nicht ganz einfach zu essen, weil man bekommt eine kleine Plastiktüte. Darin ist dann der Maiskolben und Käsestücken, halb geschmolzen. Dann noch etwas von dem Wasser wo der Mais drin war. Schwierig zu essen, aber trotzdem lecker!
Dann gibt es noch oft Reis mit Kartoffeln, Fleisch und Salat mit Tomatenscheiben. Oder Pommes (bzw. einfach Kartoffel in Streifen geschnitten) mit Hamburgesa (also das Fleisch was man zum Hamburger machen nimmt quasi) ebenfalls mit Salat und Tomate. Mit Ei gibt es hier kaum ein Gericht. Also ich kenne nur eins. Das ist ein gekochtes Ei mit Geflügelfleisch was in so einer undefinirbaren aber leckeren Soße ist und Reis dazu und ne kleine Kartoffel. Generell gibt es sooo viele Arten von Kartoffeln hier! Und es gibt noch Käsereis, also Reis wo geschmolztener Käse untergemischt ist. Hat mir anfangs gar nicht geschmeckt, aber mittlerweile find ichs auch köööstlich! Manchmal werden auch Spaghettis mit Tomatensauce gemacht, oder einfach nur ein Stück Fleisch mit einem Salat aus gewürfelten Gemüsen und Kartoffeln. Ganz typisch sind auch Tacos (wobei die eigentlich aus Mexico kommen). Gibts hie raber auch. Mit gehacktem Fleisch, Tomatensalat, Salat und Avocadocreme. Die einzelnen Zustaten stehen dann auf dem Tisch und jeder macht sich das in seinen Taco reinwas er drin haben will ;).
Zum Abendessen gibts meistens nochmal das gleiche, außer die Suppe. Wenn Nakeena und ich Nachts von einer Party kommen machen wir uns Tütennudeln warm, oder sowas wie ne 5 Minuten Terine.
Von den Kindern wird hier ganz gerne "Salchipapas" gegessen. Genauer gesagt sind das gleingeschnittene Sachichas (Würstchen) und papas (Kartoffeln, bzw Pommes).
Gut finde ich, dass hier eben alles frisch zubereitet wird. Klar, ich freu mich auch oft auf die Tütennudeln, aber trotzdem, ich finde das Essen echt seeeehr lecker =)
Es gibt hier so viele interessante Früchte. Die Namen kenne ich nicht immer, aber eine Frucht hat eine relativ harte Schale und das innere ist so ganz, ich weiß nicht wie ichs anders beschreiben soll, es ist so schnotterich... :-) Jedenfalls muss man das so auslutschen, schmecht aber so gut! Fühlt sich beim ersten mal aber etwas komisch an.
So, nun erst einmal genug vom Essen geredet, hab jetzt Hunger...
Aber gut, ich fang mal von vorne an. Ich denke hier in Bolivien ist das Essen, wie in Deutschland auch, in jeder Familie etwas anders. Erst einmal zum Frühstück: in der Woche besteht das Frühstück einfach nur aus Cornflakes, muss ja schnell gehen ;-) Am Wochenende gibt es meistens Pancakes (sowas wie Eierkuchen, nur kleiner) mit Sirup oder Dulce de Leche (ein süßes Michprodukt). Dazu gibt es (auch in der Woche) immer frisch gemachten Bananenshake. Ich liebe den Bananenshake!
Zum Mittag gibt es zuerst eine Suppe. Immer sehr lecker. Da kommt auch ost so ziemlich alles rein, was zu finden ist. Kann das meiste aber nicht beschreiben. Von sämtlichen Gemüsearten über Kartoffeln/Reis und Fleisch bis hin zu Käse ist da alles drin. Zusätzlich macht man sich noch gewürfelten Käse rein oder selbstgemachte Minipommes.
Ich werde mal ein paar Gerichte beschreiben, die es als "Hauptgang" gibt. Zum Beispiel ist ganz typisch: Maiskolben mit geschmolzenen Käse und Kartoffeln. Köstlich! Zumal der Mais ganz anders schmeckt als der aus Deutschland (wobei ich auch nur mit dem Dosenmais vergleichen kann...jaja). Mais mit Käse kann man auch mal so auf der Straße kaufen. Ist aber nicht ganz einfach zu essen, weil man bekommt eine kleine Plastiktüte. Darin ist dann der Maiskolben und Käsestücken, halb geschmolzen. Dann noch etwas von dem Wasser wo der Mais drin war. Schwierig zu essen, aber trotzdem lecker!
Dann gibt es noch oft Reis mit Kartoffeln, Fleisch und Salat mit Tomatenscheiben. Oder Pommes (bzw. einfach Kartoffel in Streifen geschnitten) mit Hamburgesa (also das Fleisch was man zum Hamburger machen nimmt quasi) ebenfalls mit Salat und Tomate. Mit Ei gibt es hier kaum ein Gericht. Also ich kenne nur eins. Das ist ein gekochtes Ei mit Geflügelfleisch was in so einer undefinirbaren aber leckeren Soße ist und Reis dazu und ne kleine Kartoffel. Generell gibt es sooo viele Arten von Kartoffeln hier! Und es gibt noch Käsereis, also Reis wo geschmolztener Käse untergemischt ist. Hat mir anfangs gar nicht geschmeckt, aber mittlerweile find ichs auch köööstlich! Manchmal werden auch Spaghettis mit Tomatensauce gemacht, oder einfach nur ein Stück Fleisch mit einem Salat aus gewürfelten Gemüsen und Kartoffeln. Ganz typisch sind auch Tacos (wobei die eigentlich aus Mexico kommen). Gibts hie raber auch. Mit gehacktem Fleisch, Tomatensalat, Salat und Avocadocreme. Die einzelnen Zustaten stehen dann auf dem Tisch und jeder macht sich das in seinen Taco reinwas er drin haben will ;).
Zum Abendessen gibts meistens nochmal das gleiche, außer die Suppe. Wenn Nakeena und ich Nachts von einer Party kommen machen wir uns Tütennudeln warm, oder sowas wie ne 5 Minuten Terine.
Von den Kindern wird hier ganz gerne "Salchipapas" gegessen. Genauer gesagt sind das gleingeschnittene Sachichas (Würstchen) und papas (Kartoffeln, bzw Pommes).
Gut finde ich, dass hier eben alles frisch zubereitet wird. Klar, ich freu mich auch oft auf die Tütennudeln, aber trotzdem, ich finde das Essen echt seeeehr lecker =)
Es gibt hier so viele interessante Früchte. Die Namen kenne ich nicht immer, aber eine Frucht hat eine relativ harte Schale und das innere ist so ganz, ich weiß nicht wie ichs anders beschreiben soll, es ist so schnotterich... :-) Jedenfalls muss man das so auslutschen, schmecht aber so gut! Fühlt sich beim ersten mal aber etwas komisch an.
So, nun erst einmal genug vom Essen geredet, hab jetzt Hunger...
Ausflug in die Yungas
An dem verlängerten Wochenende vom 1.Mai bin ich mit Freunden in das 5 Sterne Hotel "Rio Selva" im Regenwald gefahren. Los ging es Freitag in aller Frühe (um 10) im Zentrum von La Paz. In einen Minibus gequetscht traten wir die ca 3 stündige Fahrt an. Sobald die vegetation etwas regenwaldtypischer wurde wurde es auch dementsprechend warm bzw heiß im Bus. Die Fahrt in die Yungas ist was die Temperaturen betrifft extrem abwechslungsreich. Man fährt in La Paz bei etwa 19°C los, dann fährt man durch eine Zone, wo es kaum Vegetation gibt und wo man gut in einer Winterjacke rumlaufen könnte. Später ist es dann unerträglich warm, sodass man problemlos in kurzer Hose und Tshirt fahren könnte. So, im Hotel angekommen, waren Anna und ich erstmal sprachlos (die anderen 3 kommen hier aus Bolivien und kannten das Hotel schon...). Zu allen Seiten des Hotels ragten riesige grüne Regenwaldwände in den Himmel, echt unglaublich! Das Hotel lag also im Tal direkt an einem Fluss. Die Hotelanlage ist der Wahnsinn. Es ist dabei so viel Regenwald erhalten geblieben, alles ist modern und doch findet man viele Dinge die aus Naturmaterialien hergestellt wurden.
Unser Zimmer war in einem, hm schon fast Hochhaus. Also es gab auch Bungalows, haufenweise. Von unserem Balkon aus konnten wir die ganzen Rutschen des Hotels sehen und hatten nen schönen Blick auf den Fluss, der so laut war, dass man sich trotz geschlossener Balkontür schon fast anschreien musste... Und wir waren so im 8.Stockwerk oder so.
Unser Wochenende bestand aus sonnenbaden, essen, Volleyball im Wasser spielen, generell irgendwas im Wasser und Abends in die Bar gehen, tanzen, was trinken, mit den Bekanntschaften die man dort geschlossen hat quatschen und einfach genießen, dass einem keiner sagen konnte, wann man zu Hause sein soll und andere Dinge die mit sowas wie Regeln zu tun haben.
Am Sonntag hätten wir dann fast den Bus verpasst, der uns zurück nach La Paz bringen sollte... Im letzten Moment haben wirs dann noch geschafft. Panky und Rodolfo sind schon einen Tag früher nach Hause gefahren, somit haben wir (Anna, Chripi und ich) uns noch in den schon recht vollen Minibus gequetscht. Es waren noch 3 Plätze frei. Genau die Wackelsitze. Das sind die Sitze, bzw fast schon Hocker, die man um klappen kann um eben weiter nach hintern zu klettern. Diese Hocker waren kaum befestigt und wackelten wie der Name schon sagt seeeeehr. Zudem saß neben mir ne Frau die ihre Tochter aufm Arm hatte. Beide haben geschlafen, sodass die Mama nicht gemerkt hat, dass ihre Tochter schon mehr auf meinem Schoß lag. Aber okay, nach ner Stunde ist sie dann wachgeworden und hat ihre Schlafpositon verändert, zum Glück, denn ich saß wirklich schon unbequem genug.
Zurück in La Paz haben Anna und ich Charly angerufen, und wir sind dann erst einmal chinesisch essen gegangen.
Trotz der Busstrapazen war es ein wunderbares, elternfreies Wochenende. Und die fast 3 Tage in dem Hotel haben mich nur 70$ gekostet :) ALso schon ein guter Preis...find ich...Würde es jedenfalls gerne wiederholen. Bald sind ja 4 Wochen Ferien, mal sehen was wir da planen...
Unser Zimmer war in einem, hm schon fast Hochhaus. Also es gab auch Bungalows, haufenweise. Von unserem Balkon aus konnten wir die ganzen Rutschen des Hotels sehen und hatten nen schönen Blick auf den Fluss, der so laut war, dass man sich trotz geschlossener Balkontür schon fast anschreien musste... Und wir waren so im 8.Stockwerk oder so.
Unser Wochenende bestand aus sonnenbaden, essen, Volleyball im Wasser spielen, generell irgendwas im Wasser und Abends in die Bar gehen, tanzen, was trinken, mit den Bekanntschaften die man dort geschlossen hat quatschen und einfach genießen, dass einem keiner sagen konnte, wann man zu Hause sein soll und andere Dinge die mit sowas wie Regeln zu tun haben.
Am Sonntag hätten wir dann fast den Bus verpasst, der uns zurück nach La Paz bringen sollte... Im letzten Moment haben wirs dann noch geschafft. Panky und Rodolfo sind schon einen Tag früher nach Hause gefahren, somit haben wir (Anna, Chripi und ich) uns noch in den schon recht vollen Minibus gequetscht. Es waren noch 3 Plätze frei. Genau die Wackelsitze. Das sind die Sitze, bzw fast schon Hocker, die man um klappen kann um eben weiter nach hintern zu klettern. Diese Hocker waren kaum befestigt und wackelten wie der Name schon sagt seeeeehr. Zudem saß neben mir ne Frau die ihre Tochter aufm Arm hatte. Beide haben geschlafen, sodass die Mama nicht gemerkt hat, dass ihre Tochter schon mehr auf meinem Schoß lag. Aber okay, nach ner Stunde ist sie dann wachgeworden und hat ihre Schlafpositon verändert, zum Glück, denn ich saß wirklich schon unbequem genug.
Zurück in La Paz haben Anna und ich Charly angerufen, und wir sind dann erst einmal chinesisch essen gegangen.
Trotz der Busstrapazen war es ein wunderbares, elternfreies Wochenende. Und die fast 3 Tage in dem Hotel haben mich nur 70$ gekostet :) ALso schon ein guter Preis...find ich...Würde es jedenfalls gerne wiederholen. Bald sind ja 4 Wochen Ferien, mal sehen was wir da planen...
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