Bei dem Flug nach New York kam ich als eine der letzten Passagiere an Bord… Nervös ging ich an das andere Ende des Flugzeuges. Als ich in Reihe 38 angekommen war, war ich erst einmal erleichtert auf meinem Nebensitz eine Person vorzufinden, die nicht älter als 25 aussah. Es stellte sich heraus, dass er aus Mexico kommt, Raul heißt (ich konnte diesen Namen natürlich nicht aussprechen …), 22 war und genau wie ich eine Ewigkeit in New York auf seinen nächsten Flug warten musste. Wir beschlossen gleich zusammen zu warten. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und somit bestand ein Großteil des Fluges aus Lachanfällen. Wir haben natürlich die ganze Zeit Englisch gesprochen, weil er kein Deutsch kann und ich ja kein Spanisch. Doch wir haben ein bisschen geübt…hatten ja schließlich 9 Stunden Zeit. Als erstes habe ich festgestellt, dass die Flugzeugwand neben dem Fenster an meinem Platz ein Loch hatte. Generell hat an vielen Stellen (an Wand und an den Sitzen) das Innenfutter bzw. Styropor rausgeguckt. Trotz der Ablenkung, war es anstrengend so lange in dem Sitz zu hängen. Als wir uns dem „Big Apple“ näherten hatte ich Hoffnung etwas von der Stadt zu sehen. Ich wurde enttäuscht. Nur die Freiheitsstatue war kurzzeitig und weit weg und winzig klein auszumachen. In NY gab es für mich erst einmal Schwierigkeiten. Ich hatte nämlich einen Zettel ausgefüllt, der in englischer Sprache verfasst war und nicht in deutscher. Übrigens musste ich da eigentlich nur meinen Namen und meine Flugnummer eintragen. Aber das war anscheinend schon ein mittelschweres Drama für den Beamten, der vor mir am Schalter saß. Weitere Problemchen ließen nicht auf sich warten. Nachdem Raul und ich unsere Koffer geholt hatten und wir zur nächten Kontrolle weitergeleitet wurden, wurde mir gesagt, dass ich erst meine weiteren Tickets holen muss. Raul war in der Zeit schon durch die Kontrolle durch. Ich musste zu einem Terminal, der quasi am anderen Ende des Airports war und somit haben wir uns dann verloren. Echt schade, weil ich die ersten 3 Stunden alleine durch geschätzte 20 Duty-Free Shops geschlendert bin. Zwischenzeitig hatte ich mich natürlich nach dem Ticketschalter meiner nächsten Airline umgesehen. Der war selbstverständlich noch nicht offen. Dann hatte ich keine Lust mehr alleine zu warten. Als ich, inzwischen zum dritten Mal durch einen der Shops lief, sah ich jemanden, der auch alleine rumstand. Nach kurzem Überlegen ging ich dann einfach mal hin und hab ihn gefragt ob hier auch noch ne Weile warten muss. Dann haben wir bei einem riesigen Pot Kaffee über alles Mögliche gequatscht. Tom ist 28, wohnt seit 4 Jahren in New York und kommt aus Irland. Zusammen sind wir dann nochmal durch alle Shops gegangen. Es war faszinierend, dass es bei so ziemlich allen Klamotten nur folgende Größen gab: Medium, Large und Extra Large. Außer in diesem einen Shop, wo wir auch beide fündig wurden. Ich hab mir zwei Oakley Shirts gekauft. Ursprünglich für jeweils 24 Dollar. Davon wurden noch 40% Rabatt abgezogen. Irgendwie hat der Verkäufer aber zwei Mal 40 % abgezogen. Somit hab ich ein echtes Schnäppchen gemacht und hatte Mühe mir im Laden noch nichts anmerken zu lassen =)
Im Flugzeug von New York nach Lima hatte ich in der Mittleren Reihe einen Platz am Gang. Somit hatte ich kein Fenster wo ich mich anlehnen konnte, das war vielleicht anstrengend. Und vor mir saßen 3 Kinder. Und sie waren nicht leise. Aber der unbequeme Sitz hat mich viel mehr gestört. Das was jedoch echt toll war, waren die Fernseher. In jedem Sitz war einer. Man hatte eine Auswahl von ca 1000 Filmen in verschiedenen Sprachen. Dazu gabs noch eine riesige Auswahl an Spielen. So konnte man sich die Flugzeit schon ganz gut vertreiben. Als ich in Lima angekommen bin, bin ich erstmal ins nächste Bad gegangen um Zähne zu putzen und das Shirt zu wechseln. Ich werde nie wieder fliegen ohne mir ein Wechselshirt mitzunehmen. Weil irgendwie kommt man zwischenzeitig doch ins Schwitzen wenn man zwei 22-Kilo Koffer und nen Rucksack zu schleppen hat. In Lima durfte ich dann 4 Stunden warten. Da ich inzwischen wahnsinnigen Hunger hatte musste ich mir also ein Sandwich für $ 4,50 kaufen… und das war schon mit das günstigste. Also die Preise an den Flughäfen sind echt übertrieben. Ansonsten habe ich die Zeit damit verbracht, auf einer der Bänke versuchen zu schlafen. Doch trotz meiner Müdigkeit ging es einfach nicht. Der Flug nach El Alto (ein Vorort von La Paz) war der interessanteste. Mein Sitznachbar (ich glaube André oder so ähnlich…) hatten gerade einen Becher mit Cola in der Hand, als das Flugzeit „absackte“. Dann kam die Durchsage, dass wir uns anschnallen sollen, was wir ,glaube ich, auch ohne Ansage gemacht hätten, da wir unser Gewicht teilweise nicht mehr in den Sitzen spürten. Wir hatten Mühe nicht die Cola zu verschütten. Aber ich fand es lustig =) André wohnt 4 Straßen neben uns. Aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Auch ihn habe ich dann beim auschecken verloren…
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